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Praxis Dr. med. Karl Dörr


Ausscheidungsurographie



Was ist die Ausscheidungsurographie?


Die Ausscheidungsurographie ist eine Röntgenuntersuchung (Durchleuchtung) zur Darstellung der ableitenden Harnwege. Mit Hilfe von Kontrastmitteln wird der komplette Harntrakt, von den Nieren über die Harnleiter bis zur Blase, dargestellt. Kontrastmittel werden bei Röntgenaufnahmen von bestimmten Organen verwendet, bei denen normalerweise keine Gewebestrukturen unterschieden werden können. Strukturen, in denen sich das Kontrastmittel anreichert, werden als deutlicher Schwarz-Weiß-Kontrast auf dem Röntgenbild dargestellt, da Kontrastmittel Röntgenstrahlen nicht durchlassen.



Mehr Information zur Röntgenuntersuchung





Was ist die retrograde Urographie?


Neben der Ausscheidungsurographie wird noch die retrograde Urographie angewandt, um die Harnröhre, die Blase und die Harnleiter darzustellen. Dabei wird das Kontrastmittel direkt, meist durch einen Katheter, in das zu untersuchende Organ eingespritzt. Es ist also nur eine morphologische Untersuchung (Darstellung der Form und Struktur) dieser Organe möglich, wogegen es sich bei der Ausscheidungsurographie zumindest teilweise auch um eine funktionelle Untersuchung (die Funktion der ableitenden Harnwege kann beurteilt werden) handelt.

 






Wann wird die Urographie angewendet?

 

Die Urographie wird verwendet, um Krankheiten in den Harnwegen aufzudecken oder abzuklären:



wiederholte Nieren- oder Blasenentzündungen (z. B. bei Glomerulonephritis, Pyelonephritis etc.)
Blut im Harn ohne bekannte Ursache
bei Verengungen, Nieren- und Harnleitersteinen oder Tumoren in den Nieren und in den Harnwegen
Harnstauung
als obligate Untersuchung vor einer Steinzertrümmerung


Mehr Information zu Blasenentzündungen
Mehr Information zu Nieren- und Harnleitersteinen





Wie wird die Urographie durchgeführt?


Ausscheidungsurographie:

Zur Vorbereitung für die Ausscheidungsurographie bleiben Sie wenn möglich sechs Stunden vor der Untersuchung nüchtern. Getränke können Sie bis zu drei Stunden vor der Untersuchung zu sich nehmen. Manchmal ist es auch notwendig, ein Abführmittel einzunehmen, um zu verhindern, dass gefüllte Darmschlingen (vor allem Gas) die Sicht auf das Harnsystem verdecken.

Für die Durchführung der Urographie wird ein wasserlösliches Kontrastmittel in eine Vene am Arm gespritzt. Das Kontrastmittel wird aus dem Blut in die Niere ausgeschieden und gelangt weiter über das Nierenbecken und den Harnleiter in die Harnblase. Nach dem Einspritzen des Kontrastmittels werden mehrere Röntgenaufnahmen des Bauches in verschiedenen Zeitabständen angefertigt, so dass der Arzt die mit Kontrastmitteln gefüllten Harnwege vom Nierenbecken über den Harnleiter bis zur Harnblase beurteilen kann.

 






Welche Komplikationen können auftreten?


Es besteht das Risiko, dass Sie gegen einen Inhaltsstoff des Kontrastmittels allergisch sind. Daher ist es wichtig, Ihrem Arzt Bescheid zu geben, falls bei Ihnen Allergien bekannt sind.
Da das Röntgenkontrastmittel Jod enthält, darf bei bekannter Jodüberempfindlichkeit keine Urographie mit diesem Mittel durchgeführt werden.
Bei Schwangeren sollte der Einsatz von Röntgenaufnahmen und Kontrastmitteln nur nach ärztlicher Abwägung von Risiken und Nutzen erfolgen.
Das Risiko von Strahlenschäden nach einem Röntgenbild ist sehr gering. Moderne Röntgenapparate sind so gebaut, dass sie hochwertige Bilder bei einer sehr geringen Strahlenbelastung liefern.
Bei den retrograden Untersuchungsmethoden besteht die Gefahr einer Verletzung durch den Katheter, der eingeführt werden muss.






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